|
Bolivien
- Geschichte
Bolivien wurde von verschiedenen Kulturen besiedelt, die wichtigste
war die Zivilisation von Tiahuanaco. Es wurde im 15. Jahrhundert
Teil des Inka-Reiches. Als die Spanier im 16. Jahrhundert das Land
eroberten, wurde Bolivien, reich an Silbervorkommen, Teil des Vizekönigreiches
Peru und später Teil des Vizekönigreiches Río de
la Plata.
Der
Kampf um die Unabhängigkeit begann 1809, aber Bolivien blieb
spanische Kolonie, bis es 1825 von Simón Bolívar befreit
wurde, nach dem es später benannt wurde. Nach einer kurzen
Union mit Peru wurde Bolivien völlig unabhängig. Die Union
hatte den Confederación Perú-Boliviana Krieg (1836-1839)
gegen Chile verloren. Im Salpeterkrieg (1879-1883) verlor Bolivien
große Teile seines Staatsgebiets und den Zugang zum Pazifik
an Chile. Im Chacokrieg (1932-1935) verliert Bolivien riesige Landesteile
im Süden an Paraguay. In den folgenden Jahren begann der Niedergang
aufgrund der Kriege und ökonomischer Verkäufe.
Bolivien
gehört zu der 1969 gegründeten Andengemeinschaft, die
seit 1995 eine Freihandelszone zwischen den Mitgliedsstaaten aufgebaut
hat.
Mit
ethnischen und kulturellen Kämpfen konfrontiert, gab es in
Bolivien Revolutionen und militärische Coups. Eine Militär-Junta
wurde in den frühen 1980ern gestürzt, um eine Demokratie
zu installieren.
Im
Oktober 2003 kam es zu breiten Unruhen mit dem Charakter eines Volksaufstands,
als Gewerkschaften gegen den Ausverkauf des wichtigen Bodenschatzes
Erdgas an US-amerikanische Konzerne protestierten und Streiks organisierten.
Dies stellte zugleich den Höhepunkt der teilweise gewaltsamen
Proteste gegen die Reformen und Einsparungen im Staatshaushalt (im
Rahmen der vom IWF geforderten Maßnahmen zur Verringerung
der Auslandsverschuldung) dar, die im Februar 2003 mit einem Polizeistreik
begonnen hatten. Die Regierung setzte Militär gegen die "Rebellen"
ein; rund 60 Menschen kamen dabei ums Leben. Dies führte jedoch
zur Solidarisierung weiter Volksschichten mit den Demonstranten.
Im Ergebnis musste Präsident Gonzalo Sánchez de Lozada
ins Exil in die USA gehen; ein Jahr später erhob das bolivianische
Parlament Anklage gegen ihn.
Im
Januar 2005 versuchte ein Bündnis politischer Gruppen in der
reichen Region Santa Cruz die Autonomie zu erlangen. Vorausgegangen
waren Massenproteste wegen hoher Benzinpreise. Mehrere Institutionen,
wie zum Beispiel die Praefektur, waren kurzzeitig von den Demonstranten
besetzt.
Dieser
Artikel
wurde aus Wikipedia,
der freien Enzyklopädie, übernommen. Diese Seite ist unter
der [GNU
FDL] verfügbar. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren
zum Begriff Bolivien
verfügbar.
Zurück
zur Übersicht
Zur Lateinamerika-Übersicht
|