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Guatemala
- Politik
Guatemala
ist eine unabhängige demokratische Republik mit Mehrparteiensystem.
Die Verfassung vom 15. Januar 1986 legt die Trennung zwischen Legislative
(Congreso de la República, das Parlament), Exekutive (Präsident
und Vize-Präsident) und Judikative (Oberster Gerichtshof) fest.
Das Parlament und der Präsident werden alle vier Jahre gewählt,
stimmberechtigt sind alle Bürger ab achtzehn Jahren, ausgenommen
aktive Angehörige des Militärs. Der oberste Gerichtshof
wird vom Parlament für vier Jahre bestimmt.
Bei
den Wahlen vom 9. November 2003 wurde Óscar Berger Perdomo
als Kandidat der Gran Alianza Nacional zum Präsidenten gewählt.
Auch bei der Parlamentswahl wurde die Gran Alianza Nacional stärkste
Kraft, die Wahlbeteiligung lag bei 54,5 %.
Wie
die meisten lateinamerikanischen Staaten hat auch Guatemala keine
lange demokratische Tradition. Die Parteienlandschaft ist wenig
stabil, viele Parteien lösen sich nach einer Legislaturperiode
auf oder verschwinden in der Bedeutungslosigkeit. Bezeichnend ist
die starke Stellung gesellschaftlicher Gruppen außerhalb der
Parteien insbesondere das Militär und die Unternehmer.
Außenpolitisch
war Guatemala während des Bürgerkriegs jahrelang isoliert.
Seit dem Beginn der Demokratisierung und dem Abschluss des Friedensvertrags
mit den Rebellen versucht Guatemala auf der internationalen Bühne
eine angemessene Rolle zu spielen. Seit 2001 besteht zwischen Mexiko,
Guatemala, Honduras und El Salvador ein Handelsabkommen, seit dem
10. März 2004 zusätzlich eine Zollunion mit El Salvador.
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