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Kolumbien
- Bevölkerung

Der
Schönheitskult ist sehr ausgeprägt in Kolumbien wie hier
in Cartagena.
Foto: Armin Holp
Kolumbien
hat auf Grund seiner Geschichte eine sehr diverse Bevölkerung.
Sie setzt sich aus drei sehr unterschiedlichen Gruppen zusammen:
den indigenen Indios, den europäischen, zumeist aus Spanien
stammenden Kolonisten und den importierten Sklaven
aus
afrikanischer Herkunft. Die heutige Demografie des Landes besteht
aus einer Mischung dieser Gruppen.

Frauen im Chocó bei der Kleiderwäsche. Foto: Armin
Holp
Verbindungen
zwischen diesen Gruppen waren und sind sehr weit verbreitet. Den
größten Anteil an der Bevölkerung stellen mit
58 % die Mestizen, deren Vorfahren Europäer und Indigene
waren. Zur hellhäutigen Bevölkerung gehören die
Kreolen, Nachfahren der europäischen Kolonisten, die somit
die größte Minderheit mit 20 % darstellen. Weiter sind
mit 14 % die Mulatten in der kolumbianischen Gesellschaft vertreten,
Nachkommen von Europäern und afrikanischen Sklaven. Rein
afrikanische Vorfahren haben 4 % der Bevölkerung, 3 % zählen
zu den Zambos, die von afrikanischen Sklaven und indigenen Indios
abstammen. Im Dorf Palenque de San Basilio existiert die einzige
spanischbasierte Kreolsprache in Lateinamerika. Die Menschen dort
sind zum größten Teil Nachfahren entlaufener Sklaven
und sprechen Palenquero. Heutzutage werden nur noch 1% als Indigene
klassifiziert, unter anderem durch ihre Kultur und Sprache. Dominant
ist die römisch-katholische Glaubensrichtung (ca. 90 % der
Bevölkerung).

Ein
Indianerjunge im Amacayacu- Nationalpark; Leiticia
Foto: Armin Holp
Kolumbien
ist das dritt meist bevölkerte Land Lateinamerikas, dies nach
Brasilien und Mexiko. Völkerbewegungen vom Land in die Stadt
sind massiv. Stadtbevölkerung ist von einem Anteil von 57%
der Gesamtbevölkerung im Jahre 1951 auf 74% 1994 gestiegen.
Dreißig Städte haben mehr als 100.000 Einwohner. Die
östlichen Llanos Kolumbiens, die aus 9 Departamentos bestehen
und 54% der Fläche ausmachen, beherbergen nur 3% der Bevölkerung
und damit eine Dichte von einer Person pro Quadratkilometer.

Ein Bauer in San Augustin, Süd-Kolumbien. Foto: Armin Holp
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