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Kolumbien
- Geschichte
Die
ältesten Siedlungsspuren in der Region des heutigen Kolumbien
gehen bis auf das 3. Jahrtausend v. Chr. zurück. Ab dem 6.
Jahrhundert v. Chr. entstanden in der Andenregion die ersten Kulturen,
darunter die San-Agustin-Kultur und die Kultur von San Jorge. Etwa
um das Jahr 600 besiedelte die Völkergemeinschaft der Chibcha
das Gebiet. Es entstand eine blühende Hochkultur, deren Reichtum
sich hauptsächlich auf den Handel mit Salz und Smaragden gründete.

Die
Grabkammern von Tierradentro, San Andres (Cauca).
Foto: E. Waldbrenner
Nach
der Entdeckung Mittelamerikas durch spanische Seefahrer entstanden
mit Santa Marta (gegr. 1527) und Cartagena de Indias (gegr.1533)
die ersten kolonialen Stützpunkte an der kolumbianischen Karibikküste.
Als
im Jahr 1537 die ersten spanischen Entdecker unter Gonzalo Jiménez
de Quesada in das Andengebiet vordrangen, wurden die Chibcha unterjocht.
Die Spanier erbauten einige Siedlungen, die die ehemaligen indianischen
Handelszentren ersetzten, so zum Beispiel Santa Fé de Bogotá
und Tunja (gegr. beide 1539). Wenig später erfolgte die Gründung
einer Provinz, aus der sich das Vizekönigreich Neugranada entwickelte.

Viele
Kolonialgebäude erinnern noch an die Spanier wie hier in Zipaquirá.
Foto: E. Waldbrenner.
Das
moderne Kolumbien ist einer der Staaten, die durch den Zerfall Großkolumbiens
im Jahr 1830 entstand (andere sind Ecuador, Bolivien, Panamá
und Venezuela).
Kolumbien
gehört zu der 1969 gegründeten Andengemeinschaft, die
seit 1995 eine Freihandelszone zwischen den Mitgliedsstaaten aufgebaut
hat.
Seit
Jahrzehnten dauert nun schon der Bürgerkrieg in Kolumbien an.
Nach einer Welle von Gewalt und Terror verhängt Präsident
Álvaro Uribe Vélez am 12. August 2002 für 90
Tage den Ausnahmezustand.
Der
im Jahre 2003 von Präsident Álvaro Uribe begonnene Friedensprozess
mit den Paramilitärs droht zu scheitern. Ein Grund dafür
ist das spurlose Verschwinden des Gründers der Paramilitärs,
Carlos Castaño, ein anderer die Forderung der Paramilitärs,
für ihre Taten, einschließlich des Drogenhandels, nicht
bestraft und an die USA ausgeliefert zu werden.

Der Bundesstaat Meta ist nach wie vor in weiten Teilen hart umkämpft.
Foto: A. Holp
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