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Kolumbien
- Sport
Kolumbien
ist sowohl für ihr Fußball als auch für den Radsport
international bekannt. Im Juni 2000 wurde der Sport Tejo,
eine moderne Version eines Indianerspieles namens Turmequé,
vom kolumbianischen Kongress zum Nationalsport erhoben. Kolumbien
ist seit einigen Jahren durch Juan Pablo Montoya in der Formel 1
vertreten.
Fußball
Eine Fußballliga wurde 1924 angedacht und durch den Beitritt
1936 zu der Confederación Sudamericana de Fútbol (CONMEBOL)
besiegelt. Die Nationalelf spielte zum ersten mal 1962 in Chile
bei der Weltmeisterschaft mit. Aus drei Spielen erhielt sie aber
nur einen Punkt, spielte aber mit einem 4 zu 4 gegen die UdSSR eine
historische Partie. 1964 wurde die Bundesliga Federación
de Fútbol de Colombia (Fedebol) mit Unterstützung
der FIFA gegründet. Kolumbien wird 1974 von der FIFA der Austragungsort
für die 1986 zu spielende Weltmeisterschaft zugesprochen, das
aber letztlich aus Uneinigkeiten zwischen Privat- und Staatsfinanzierungen
1981 an Mexiko ging.
Der
bisher größte Erfolg der kolumbianischen Fußball-Nationalmannschaft
ist der im Jahre 2001 errungene Titel der Copa América, welche
zudem in Kolumbien selber ausgetragen wurde. Weitere Höhepunkte
waren die jeweilige Qualifikation zu den Fußball-Weltmeisterschaften
von 1962, 1990, 1994 und 1998, sowie der historische 5:0 Sieg über
Argentinien in Buenos Aires. Dieses Spiel diente der Qualifikation
zur Weltmeisterschaft 1994 in den USA.

Das
Fußballstadion des Copo-Liberadores-Gewinners, Manizales.
Foto: Armin Holp
Radsport
Das erste in Etappen gefahrene Rennen Südamerikas wurde 1951
in Kolumbien absolviert. Das erste große Auftreten im Tour
de France tat Cochise Rodríguez der als 27. das Rennen 1977
beendete. Fabio Parra gewann 1988 drei Etappen und endete als dritter
in der Gesamtwertung. Luis Lucho Alberto Herrera gewann
1985 und 1987 zwei Bergsiege und wurde zum Nationalhelden.
Tejo
Tejo wird schon über 500 Jahre lang in den Provinzen Cundinamarca
und Boyacá gespielt. Die moderne Version sieht vor, eine
eiserne Halbkugel, den Tejo, in einen metallischen Kreis zu werfen
und so, die an den vier Himmelsrichtungen aufgelegten Schwarzpulvertaschen,
die Mechas, zum lauten Knall zu zwingen. Wer die meisten dieser
Mechas zum Explodieren bringt, gewinnt das Spiel, das sowohl im
Team als auch einzeln gespielt werden kann. Die Partien werden traditionell
von alkoholischen Getränken begleitet. Die Brauereien sind
naturgemäß die größten Sponsoren.

Das
Tejo-Spiel dient in erster Linie der Geselligkeit wie hier in Acacias.
Foto: Armin Holp
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