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Nicaragua
- Wirtschaft
Allgemeines
Nicaragua gehört zu den ärmsten Ländern der Welt,
das Pro-Kopf-Einkommen lag 2003 mit 748 US-Dollar unterhalb der
Armutsgrenze nach Definition der WHO, allerdings gehört Nicaragua
nicht in die Gruppe der Least Developed Countries (LDC) der WHO,
da hierzu noch die Erfüllung weiterer Kriterien erforderlich
ist. 50% der Bevölkerung leben in Armut, in der Landbevölkerung
steigt dieser Anteil bis auf 70%. In Lateinamerika ist Nicaragua
nach Haiti das zweitärmste Land. Die Gründe der schlechten
Wirtschaftslage sind vielfältig, neben geschichtlicher Faktoren,
einseitiger Wirtschaftsstruktur und jahrzehntelanger Oligarchiewirtschaft
spielen auch häufige Naturkatastropen (Erdbeben, Vulkanausbrüche,
Wirbelstürme) eine gewichtige Rolle.
Die
derzeitige Regierung unter Bolaños versucht marktwirtschaftliche
Reformen voranzutreiben und das Wirtschaftswachstum zu erhöhen.
Dabei soll Nicaragua als Wirtschaftsstandort attraktiver gemacht
werden, allerdings vor allem für ausländische Investoren,
was nicht nur Zustimmung findet. Ein ambitionierte Dreijahresabkommen
wurde im Dezember 2002 mit dem Internationalen Währungsfonds
(IWF) abgeschlossen, im nächsten Wahljahr (2006) muss dann
über ein Anschlussabkommen mit dem IWF ausgehandelt werden.
Das reale Wachstum des Bruttoinlandsproduktes lag mit 2,3 % auch
2003 unter der Rate des Bevölkerungswachstums von 2,6%
Wichtige
Handelsgüter
Import: Maschinen und Ausrüstung, Rohmaterialien, Erdölprodukte,
Konsumgüter
Export: Kaffee, Shrimps und Hummer, Baumwolle, Tabak, Rindfleisch,
Zucker, Bananen, Gold, Zigarren, Rum
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