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Peru
- Geografie
Peru
besitzt drei völlig unterschiedliche Klimaregionen: Costa (Küste;
ca. 11% der Staatsfläche), Sierra (Anden; ca. 15%), Selva (Regenwald;
ca. 64%). Die Costa steht unter dem Einfluss des Humboldtstroms
und ist weitgehend eine Küstenwüste, in der nur entlang
der aus den Anden kommenden Flüsse, in Flussoasen, Landwirtschaft
möglich ist.
Im
Süden Perus, an der Grenze zu Chile, beginnt die trockenste
Wüste der Erde, die Atacama-Wüste. Im südlichen Bereich
der Costa bis nach Lima, das ungefähr auf der Hälfte des
Küstenstreifens liegt, sind Regenfälle während des
Jahres extrem selten. Nördlich von Lima nehmen Bodenqualität
und Regenfall etwas zu, so dass hier auch Landwirtschaft außerhalb
der Flussoasen möglich ist. Die Temperaturen schwanken zwischen
12 Grad im Winter und 35 Grad im Sommer.
Hinter
der schmalen Küstenregion beginnt die Sierra. Sie besteht aus
mehreren Bergzügen der Anden, die von Längstälern
(span. callejón) unterbrochen werden. Von West nach Ost sind
das die Schwarzen Kordilleren (Cordillera Negra, bis ca. 5000 m),
gefolgt vom Callejón de Huaylas (um 3000 m). Der nächste
Bergzug sind die Weißen Kordilleren (Cordillera Blanca), hier
befindet sich der höchste Berg Perus, der Huascarán
(6768 m). Weiter Richtung Osten erstreckt sich das Callejón
de Conchucos (mit dem Fluss Marañón, einem Quellfluss
des Amazonas), abgelöst von weiteren Bergketten. Die mittlere
Jahrestemperatur in 3300 m Höhe liegt bei 16 Grad. Mitunter
sind in der eher niederschlagsarmen Region heftige Regenfälle
von Oktober bis April zu erwarten. Größere Städte
in dieser Region sind Huaraz (ein Paradies für Bergkletterer)
und Cuzco. In der Nähe Cuzcos liegt auch die legendäre
Inka-Stadt Machu Picchu.
Die
Kordillera Blanca bei Nacht, Alpamayao-Trekking. Foto: C.+ M.
Kühner
Östlich
der Anden beginnt die Regenwaldregion (Selva). Der Übergang
ist dabei fließend, da es einen tropischen Bergwald gibt,
in dem ein milderes Klima herrscht. In der durch Tageszeitenklima
bestimmten Region beträgt die Jahresmitteltemperatur ca. 26
Grad und der Jahresniederschlag erreicht bis zu 3800 mm/m².
Dort entspringen auch weitere Quellflüsse des Amazonas, der
durch das Amazonasbecken in Richtung Brasilien fließt. Die
einzige größere und auch für den Tourismus wichtige
Stadt in dieser Region ist Iquitos. Sie ist von Lima aus nicht auf
dem Landweg erreichbar, sondern nur mit dem Flugzeug oder dem Boot.
Größte
Städte: Lima (8.000.000 Einw.), Trujillo (610.000), Chiclayo
(480.000), Arequipa (720.000), Callao (750.000)

Das
berühmte Kloster Santa Catalina in Arequipa. Foto: B. Hecktor
Siehe
auch: Liste der Städte in Peru
Höchste
Berge: Nevado Huascarán (6768 m), Yerupaja (6634 m), Coropuna
(6425 m), Ampato (6310 m), Chachani (6075 m), Volcán Misti
(5822 m)
Wichtigste
Flüsse: Amazonas, Río Apurímac, Urubamba, Ucayali,
Marañón, Napo, Putumayo, Huallaga
Seen:
Titicacasee, Lago di Junín
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