REISEN in der KAribik FLUGREISEN in Mittelamerika Reiseagentur Mittelamerika
Stuttgarter, Zeitung

Home > Über uns >
Backanger Kreiszeitung / 20.04.2005
Backnanger Kreiszeitung / 02.04.2005
Murrhardter Zeitung / 12.03.2005
Backnanger Kreiszeitung / 19.02.2005
Stuttgarter Zeitung / 18.02.2005
Urlaub perfekt / 07.02.2005

 

Sitemaps
Südamerika
Naturreisen in Ecuador
Argentinien
Bolivien
Brasilien
Sprachschulen
Chile
Kolumbien
Paraguay
Peru
Uruguay
Venezuela

Unsere AGBs

Impressum

E-Mail: info@esperanza-tours.de

 

Partnerseiten
Flug nach Uruguay
Entdeckerreisen in Südamerika
Zug in Ecuador
Entdeckerreisen in Argentinien
Ferien in Brasilien
Entdeckereisen in Chile
Reisen in Nicaragua
Kolumbien Entdeckerreisen
Zug in Argentinien
Reisepartnersuche
Flug nach New York
Ecuador
Entdeckerreisen durch Uruguay
Reisen
Ferien in Patagonien

 

 

Die Stuttgarter Zeitung schrieb am 05.06.2004

Der ehemalige Boss im Juze ist jetzt sein eigener Chef
Die langen Haare sind ab, doch das Lachen ist geblieben: Armin hat sich als Reiseveranstalter selbständig gemacht

Eine einjährige Reise durch Südamerika inspiriert Armin Holp - Der Existenzgründer ruft die Esperanza-Tours ins Leben

OPPENWEILER. Armin Holp aus Oppenweiler hat auf seiner Tour durch Südamerika 60 000 Kilometer zurückgelegt. Er wurde überfallen, hat dennoch viele Freundschaften geknüpft und spricht nun gut Spanisch. Jetzt will er mit "nachhaltigem Tourismus" sein Geld verdienen.

Von Martin Tschepe

Die langen Haare sind ab, doch das Lachen ist geblieben: Armin Holp sah früher ziemlich wild aus, standesgemäß, könnte man sagen, schließlich war er Vorsitzender des selbst verwalteten, linken Jugendzentrums in Backnang. Doch mit einem Haarschnitt wie früher könnte er unmöglich Geschäfte machen in Südamerika, erklärte der 28-jährige Sozialpädagoge und grinst wieder sein altbekanntes Grinsen.
Holp hat sich jetzt selbständig gemacht. Das Reisebüro Esperanza-Tours (Esperanza ist das spanische Wort für Hoffnung) ist fürs Erste in seinem ehemaligen Kinderzimmer im elterlichen Wohnhaus in Oppenweiler-Rohrbach untergekommen. Von diesem idyllischen Flecken mitten im schwäbischen Wald aus will der Existenzgründer künftig seine Kunden durch Südamerika lotsen. Holp verspricht "nachhaltigen Tourismus" und preiswerte Reisen. Seine Gruppen sollen in den Ländern mit Bussen unterwegs sein - nicht mit Flugzeugen, sie werden in lokalen Mittelklassehotels nächtigen, die Einheimischen gehören - nicht internationalen Spitzenherbergen. Auf den Reisen will Holp auch soziale Einrichtungen ansteuern, und 1,5 Prozent des Reisepreises soll als Spende an Bedürftige weitergegeben werden.
Eine Beratung im Backnanger Kompetenzzentrum Bitz brachte Holp den nötigen Schein für die sechsmonatige Zahlungen des Arbeitsamts. Nach seiner einjährigen Reise durch Südamerika war Holp nämlich arbeitslos gemeldet, das Überbrückungsgeld der Behörde fließt nun bis Ende August. Anfang September beginnt die erste Reise von Esperanza Tours, es geht für drei Wochen nach Argentinien. Ein Tipp des Vaters hatte den Jungunternehmer auf seine Geschäftsidee gebracht. "Mach doch das, was du am besten kannst, zu deinem Beruf: Reisen", hatte Adolf Holp seinem Filius geraten. Der Herr Papa ist ganz begeistert vom Sohnemann. Der rüstige Ruheständler ist im Frühjahr nach Südamerika gereist, jetzt kann er mitreden, wenn er während der Abwesenheit von Armin daheim das Büro hütet.
Warum eigentlich Südamerika? Armin Holp hat Ende 2002 schlicht genug von seinem Job, den er seit dem Studium in Stuttgart ausübt. Damals ist er Leiter des Jugendhauses in Schwaikheim, und die ständigen Reibereien mit der Gemeindeverwaltung nehmen ihm den Spaß an der Arbeit: also Reisen, möglichst weit weg, möglichst lange. Holps Wahl fällt wohl eher zufällig auf Südamerika, es hätte wohl auch Afrika werden können. Aus den geplanten sechs Monaten wird ein ganzes Jahr. Der Reisende aus Oppenweiler legt in 18 südamerikanischen Ländern 60 000 Kilometer mit Bussen und Schiffen zurück. Der Sozialexperte erlebt die Armut hautnah, er besucht unter anderem ein Leprakrankenhaus, ein Straßenkinderheim und ein Psychiatrie-Krankenhaus, in dem die Menschen in kleine Zellen eingesperrt werden. Er schwimmt mit Alligatoren, arbeitet ehrenamtlich als Englischlehrer in einem Heim für krebskranke Kinder und gewöhnt sich vergleichsweise schnell an die südamerikanische Mentalität. Als er einem Busfahrer im bolivianischen Regenwald eines Tages fragt, wie lange die Fahrt denn dauern dürfte, heißt es: "Zwischen zwölf Stunden und drei Tagen, je nach Wetter." In Brasilien wird er überfallen und wehrt sich erfolgreich. Holp setzt sich über eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes hinweg und besucht auch Kolumbien, zunächst "mit einem mulmigen Gefühl", wie er sagt. Doch dann wird Kolumbien zu seinem absoluten Traumland: auch wegen den schönen Stränden und den heißen Frauen.
Heute sagt Holp, das Jahr in Südamerika sei das schönste seines Lebens gewesen. Von September an will er seinen Reisegruppen "die reale Situation" der Menschen in Südamerika näher bringen, von Luxusreisen mit Fünfsternehotel und ausschließlich touristischen Höhepunkten hält er wenig. Aus dem Juze-Boss von damals ist ein Geschäftsführer geworden, der seine Ideale ganz offenkundig nicht über Bord geworfen hat.

nach oben

Start Home Touren Über uns Newsletter Kontakt FAQ
Links
Forum
Sitemap