Zur Argentinien - Besichtigung

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Reisebericht: Ein Jahr durch Südamerika

 

Besichtigung Jesuiten-Ruinen von San Ignacio Mini und der Stadt Encarnación
Ort:
Ort: Villa Angela, Ituzaingo, Posadas
Länder: Argentinien, Paraguay
Sonntag, 10.11.2004
Reisetag: 48

Morgens lese ich im Reiseführer, dass die Jesuiten-Ruinen von San Ignacio Mini sehenswert sein sollen. Aus diesem Grund will ich erst noch einen Abstecher dorthin machen und danach vielleicht die paraguayischen Jesuitenruinen in Trinidad und Jesus besichtigen. Muss erst eine Weile im Busbahnhof warten bis ich einen Bus nach San Ignacio Mini bekomme. Er hält an der Landstraße weit entfernt von den Ruinen. Ich muss deshalb vollbepackt durch die pralle Hitze zu der historischen Stätte laufen. Zu erst schaue ich mir das Museum an. Es zeigt den Wandel eines Guarany – Indianerdorfes zum Jesuitenkloster „San Ignacio Mini.“ Danach laufe ich zu den Überresten des Klosters. Das Hauptgebäude sieht sehr schön aus. Ich setze mich davor und chille eine bisschen. Danach schaue ich mir die dortige Pflanzenwelt an. Es hat Regenwald in der Gegend und die Erde hat die typische rote Farbe. Außerdem stehen viele hohe Kakteen um die Ruinen. So eine Art Schmarotzer, die auf Bäumen wachsen. Zudem hat es einige Yerba-Mate-Pflanzen auf dem Gelände. Vor der Kloster-Ruine haben Guarany – Indianer Stände aufgebaut und verkaufen ihre Kunstwerke. Auf den nächsten Bus muss ich wieder ewig in der Hitze warten. Versuche auch mal wieder erfolglos zu trampen.
Als ich dann endlich wieder in Posadas bin, gibt es wieder keinen direkten Bus-Anschluss ins paraguayische Encarnacion. Schon während des Wartens beschließe, doch nicht mehr die paraguayischen Jesuitenruinen zu besuchen, da es sonst zu spät wird.
Irgendwann kommt dann endlich der Bus. Man sieht auf den ersten Blick, dass er aus Paraguay kommt. Im Führerhaus ist alles im Fußball-Wimpel und Kruzifixen vollgehängt. Außerdem dröhnt laute Cumbia – Musik aus den Boxen. Auch der Busbahnhof in Encarnacion sieht längst nicht so sauber und modern aus, wie ein argentinischer. Um den Bahnhof sind viele kleine Ständchen, aus den Leuten die verschiedensten Sachen verkaufen, laute Musik hören und tanzen. Dies Bild setzt sich im Stadtzentrum fort. Die meisten Straßen sind relativ kaputt, im Zentrum haben Leute ihre Streuobstwiesen und zu guter Letzt läuft mir noch ein Schwein über den Weg. Bin etwas schockiert, dass so etwas in der zweitgrößten Stadt eines südamerikanischen Landes vorkommen kann. Trotzdem finde ich alles sehr lustig und interessant. Blicke vom Hafen auf die Skyline vom gegenüberliegenden Posadas.
Beschließe nicht hier zu übernachten (um Geld zu sparen) und kaufe mir am Busbahnhof ein Ticket für eine Nachtfahrt nach Asuncion. Da alle Banken zu haben, muss ich meine Dollars auf dem Schwarzmarkt wechseln. Danach gebe ich mein Gepäck ab und suche verzweifelt ein Restaurant zum Abendessen. Fast alle haben zu. Nach einer Stunde Suche, finde ich ein etwas gehobenes Fast-Food-Restaurant. Esse ein Fleisch mit frittiertem Maniok. Es schmeckt sehr gut. Wobei das paraguayische Bier doch deutlich schlechter das argentinische ist.
Als ich wieder zurück im Busbahnhof bin und auf den Bus warte, sprechen mich zwei paraguayische Mädels an. Sie wollen im nächsten Jahr in Italien studieren. Wir haben eine nette Unterhaltung, bis um 0 Uhr in den Bus einsteige.


 

 

 

Stationen des Urlaubs: 24.09.02 Abflug, 25.09.02-29.09.02 Chile, 29.09.02-11.10.02 Argentinien 11.10.02-15.10.02 Uruguay, 15.10.02-10.11.02 Argentinien, 10.11.02-21.11.02 Paraguay, 21.11.02-24.04.03 Brasilien, 24.03.03-18.04.03 Bolivien, 18.04.03-20.04.03 Chile, 20.04.03-28.04.03 Bolivien, 28.04.03-14.05.03 Peru, 14.05.04-21.05.03 Ecuador, 21.05.03-04.06.03 Kolumbien, 04.06.03-11.06.03 Venezuela, 11.06.03-24.06.03 Kolumbien, 24.06.03-02.07.03 Panama, 02.07.03-05.07.03 Costa Rica, 05.07.03-11.07.03 Nicaragua, 11.07.03-19.07.03 Honduras, 19.07.03-22.07.03 El Salvador, 22.07.03-07.08.03 Guatemala, 07.08.03-09.08.03 Belize, 09.08.03-17.09.03 Mexiko, 18.09.03 Ankunft