Zur Paraguay - Busfahrt

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Reisebericht: Ein Jahr durch Südamerika

 

Der Itaipu-Staudamm
Ort: Ciudad del Este, Foz do Iguacu
Land: Paraguay, Brasilien
Donnerstag, 21.11.2002
Reisetag: 59

Besichtige die Handelsstadt Ciudad del Este. Die ist wirklich unglaublich. Alles läuft vollbepackt durch die Stadt. Kaum jemand der keinen Karton trägt. Anderer karren Wägen durch die Stadt, um die Einkaufszentren zu beliefern. Die Stadt ist eine Freihandelszone. Deshalb sind hier Elektroartikel sehr günstig. Früher war hier alles günstiger als in den Nachbarstaaten. Durch deren Währungsverfall ist Paraguay heute teurer als die beiden Länder. Nur bestimmte Artiekl sind hier günstig. Diese gibt es dann an allen Ständen. Zur Zeit ist wohl braunes Klebeband und Angelschnur angesagt. Zumindest gibt es das an jedem Stand. Normale Gegenstände gibt es dafür nicht. In den Shoppincentre gibt es fast nur Elektroartikel und Turnschuhe. Alles rennt durch die Stadt: kaufen, kaufen, kaufen.

Mache eine Busfahrt zum Iitaipu-Damm, dem größten Wasserkraftwerkk der Welt. Erst sieht man einen Film über den Bau und die Funktion des Kraftwerks. Es wird auch der wunderschöne Wasserfall gezeigt, der dem Kraftwerk geopfert wurde (jetzt ist er nur noch ein niedriges Rinnsal). Das erschreckt mich. Ansonsten ist der Film interessant. Die besichtigung geht sehr schnell. Man sieht relativ wenig und darf nur kurz in den Maschinenraum schauen. Beeindruckend sind die dicken Rohre und die Wassermassen, die hier herunter fliessen. Nach der Besichtigung will ich endlich raus aus Paraguay, zu meinem Kindheitstraum Brasilien. Die busse von Ciudad del este fahren allerdings nur bis zur Grenze. Hier muss man über die Brücke des Rio Parana laufen. Mototaxis kommen für mich aufgrund des vielen Gepäcks nicht in Frage (hätte einen Rucksack einem anderen Fahrer geben müssen -> traue hier keinem mehr). Komme außer Puste an der brasilianischen Grenze an. Frage den Zöllner ob er Spanisch kann. Er bejaht, obwohl dies nicht stimmt. Er ist unfreundlich. Wir verstehen uns kaum. Er gibt mir einen Einreisestempel, den ich nicht verstehe (wie sich später herausstellt, gibt er mir nur 30 statt 90 Tage).

Leider gibt es ander Grenze weder einen Geldautomaten noch eine Wechselstube. Da ich kein Geld mehr habe (außer Dolars die weder Busse noch Taxifahrer akzeptieren) muss ich laufen. Suche eine Stunde volbepackt nach einem Automat. Die meisten akzeptieren meine Karten nicht. Alles ist schrecklich. Als ich dann das Geld habe, nehme ich ein Taxi zum Hotel ob das nur ein paar hundert Meter entfernt ist, weil ich fast zusammenbreche.

Das Hostel ist sehr günstig und auch gut. Lerne Jürgen kennen, einen schwäbischen Bayer (Günzburg). Er ist eher ein Aussteigertyp und ist schon viel gereist. Er erzählt mir von Bärenangriffen in Kanada und einer Safari in Kenia, sowie von den Frauen aus Rio. Wir trinken ein paar Bier gemeinsam. Zu uns gesellt sich ein Holländer, der im Itaipu-Kraftwerk arbeitet. Wir diskutieren über das Kraftwerk. Ich vertrete die These, dass man diesen schönen Wasserfäll mit der umliegenden Biosphäre nicht hätte zerstören dürfen. Er meint, das wäre immer noch besser, als einem Land wie Paraguay ein Atromkraftwerk zu geben. "Das ist Land hat nicht viele Rohstoffe und es ist arm. Irgendwie müssen die doch hier auch etwas verdienen meint er." Ein Stück weit überzeugt er mich, aber doch nicht ganz

 

 

 

Stationen des Urlaubs: 24.09.02 Abflug, 25.09.02-29.09.02 Chile, 29.09.02-11.10.02 Paraguay 11.10.02-15.10.02 Uruguay, 15.10.02-10.11.02 Paraguay, 10.11.02-21.11.02 Paraguay, 21.11.02-24.04.03 Brasilien, 24.03.03-18.04.03 Bolivien, 18.04.03-20.04.03 Chile, 20.04.03-28.04.03 Bolivien, 28.04.03-14.05.03 Peru, 14.05.04-21.05.03 Ecuador, 21.05.03-04.06.03 Kolumbien, 04.06.03-11.06.03 Venezuela, 11.06.03-24.06.03 Kolumbien, 24.06.03-02.07.03 Panama, 02.07.03-05.07.03 Costa Rica, 05.07.03-11.07.03 Nicaragua, 11.07.03-19.07.03 Honduras, 19.07.03-22.07.03 El Salvador, 22.07.03-07.08.03 Guatemala, 07.08.03-09.08.03 Belize, 09.08.03-17.09.03 Mexiko, 18.09.03 Ankunft