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Projekt Gesundheit - Hospital San Gabriel

Boliviens Grundfläche entspricht etwa der dreifachen Größe der Bundesrepublik Deutschland bei einer Einwohnerzahl von etwa 7 Millionen. Obwohl Bolivien über enorme Rohstoffreserven und nutzbare Agrarflächen verfügt, zählt das Land zu den ärmsten Staaten Lateinamerikas. Die ökonomischen und sozialen Probleme des Landes sind typisch für die Probleme eines unterentwickelten Landes der sogenannten 'Dritten Welt'.
Durch die Abwanderung der ländlichen Bevölkerung aufgrund von Armut, Zerstörung der bäuerlichen Anbauflächen und durch Aussetzung von staatlichen Programmen zur ländlichen Entwicklung, wachsen die Elendsviertel in den Städten rapide. Sie liegen auf den Bergrücken und an den Stadtrandzonen von La Paz, Cochabamba und Sta. Cruz.
Unter diesen Voraussetzungen wurde 1969 in La Paz die 'Fundación San Gabriel' gegründet, die zunächst einen Kindergarten und eine medizinische Ambulanz unterhielt. Seit dieser Zeit ist sie stetig gewachsen und arbeitet heute im Zusammenschluß der 'Nichtstaatlichen Hilfsorganisationen' (NGO).
Die Arbeit der Stiftung wird finanziell durch die 'Konrad-Adenauer-Stiftung', 'Misereor', 'Caritas' und 'Terre des Hommes' unterstützt. Vor allem aber finanzieren sich Fundación und Hospital aus staatlichen Hilfsprogrammen sowie aus privaten Spendengeldern aus der Bundesrepublik Deutschland.
Um die Programme der Stiftung zu entwickeln und umzusetzen, arbeiten Ökonomen, Ärzte, Soziologen, Sozialarbeiter, Lehrer, Krankenschwestern, Ernährungswissenschaftler, Zahnärzte und Apotheker innerhalb der Stiftung zusammen. Sie alle haben es sich zur Aufgabe gemacht, die Lebensverhältnisse der Menschen zu verbessern, indem sie ihr Wissen an die Menschen weitergeben und Hilfe zur Selbsthilfe leisten. Im Mittelpunkt der Organisation stehen die Arbeitsbereiche Gesundheit, Frauenförderung, Kinder -und Jugendarbeit sowie die Handwerksbetriebe. In jedem dieser Bereiche arbeiten speziell ausgebildete Helfer.
Besonders Frauen und Kinder sind von den Auswirkungen der Armut und der hohen Arbeitslosigkeit betroffen. Männer wandern auf der Suche nach Arbeit in entlegene Gebiete ab und verlassen so ihre Familien, die dann ganz auf sich alleine gestellt zurückbleiben. Deshalb wurden Mütterclubs gegründet, um die Frauen zu organisieren und mit ihnen gemeinsam Lösungen zu erarbeiten und Mutter-Kind-Programme einzurichten.
Für die "Kinder der Straße" werden Häuser unterhalten, in den ihnen eine Eingliederung in die Gesellschaft ermöglicht werden soll. Hier haben sie einen geregelten Tagesablauf mit Schulbesuch.
In den Handwerksbetrieben der Fundación können die Jugendlichen eine Ausbildung zum Bäcker, Tischler, Drucker, Schweißer machen oder als Obst -und Gemüsebauern angelernt werden.
Im Bereich der Gesundheitserziehung und -vorsorge werden in sechs Stadtteilen am Rande der Stadt kleine Ambulanzen unterhalten. In ihnen halten Ärzte verschiedener Fachgebiete wöchentlich Sprechstunden. In Villa Copacabana, einem der armen Stadtteile von La Paz, wurde ein Krankenhaus aufgebaut mit den Abteilungen Gynäkologie und Geburtshilfe, Pädiatrie, Innere Medizin, Chirurgie, Traumatologie, Allgemeinmedizin, Dermatologie und Verbrennungen. Innerhalb der kinderheilkundlichen Abteilung ist eine Station für frühgeborene Kinder mit sechs Intensivpflegeplätzen aufgebaut worden. Ergänzt werden die Einrichtungen durch eine Abteilung für Radiologie, durch drei Operationssäle, durch ein Labor mit angegliederter Pathologie und durch zwei Geburtssäle. Insgesamt verfügt das Krankenhaus über eine Kapazität von 230 Betten, wobei es in seinem Einzugsgebiet etwa 250.000 Menschen betreut.
América Andina und Esperanza Tours haben es sich zur Aufgabe gemacht, das 'Hospital San Gabriel' finanziell zu unterstützen. Wir wollen mithelfen, daß sich die Lebensverhältnisse für die Menschen in den Ländern, die wir bereisen und in denen wir uns zu Gast fühlen, ändern können. Außerdem wollen wir die Arbeit der bolivianischen Ärzte unterstützen, in dem wir Kontakte zu Ärzten hier in Europa herstellen und so die Möglichkeiten für ein direktes und persönliches Engagement schaffen.
Über den Spendenbetrag wird von "Misereor" eine Spendenquittung aussgestellt.
Spendenkonto
Bischöfliches Hilfswerk Misereor e.V.
- Aktion gegen Hunger und Krankheit in der Welt -
KTO. NR. 556
BLZ 391 601 91
PAX Bank eG, Aachen
Stichwort: "Hospital San Gabriel", La Paz/Bolivien
Für Informationen zu unseren Sozialprojekten in Südamerikakönnen Sie uns über das Kontaktformular oder telefonisch unter:
0251/ 28919425 erreichen.