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Hogar Nimmo

Vorstellung der Einrichtung
Das Kinderheim Nimmo ist ein von der evangelischen Waldenserkirche des Rio de la Plata getragenes Projekt und besteht seit dem Jahr 1963. Das Heim befindet sich in Colonia del Sacramento, der Hauptstadt des Departaments Colonia, im Südwesten der uruguayischen Republik.

Das Hogar Nimmo besteht aus zwei Häusern:
1) Das Kinderheim liegt 5 km vom Zentrum entfernt im Stadtteil El General und erstreckt sich über ein 32 ha großes Gelände, von dem Haupthaus gibt es noch ein weiteres Haus, in dem die Heimkinder in 2 Gruppen aufgeteilt wohnen.

2) Das Jugendheim besteht seit 1995 und hat seinen Sitz im Zentrum Colonias. Im Alter von 14 Jahren siedeln die Jugendlichen aus dem Kinderheim in dieses Haus über, um dort auf das Erwachsenenleben vorbereitet zu werden.

Generelle Zielsetzung
Das Hauptziel des Hogar Nimmo ist, den Kindern, die aus zerrütteten und ärmlichen Familienverhältnissen kommen, durch die Arbeit und Fürsorge im Heim neue Perspektiven zu eröffnen, zu denen sie unter den Umständen ihres ursprünglichen Umfelds keine Möglichkeit hätten.

Personal
Die Leitung des Kinder- und Jugendheims unterliegt dem Direktor, der mit seiner Familie direkt im Heim wohnt.
Das Personal des Hogar Nimmo besteht aus 4 Erzieherinnen ("tías", Tanten geannt), die jeweils zu zweit im Wechsel hier arbeiten, einer Köchin, einer Putzfrau und zwei Landarbeitern. Des weiteren erhalten die Kinder von der Ehefrau des Direktors Unterstützung beim Erledigen ihrer Hausaufgaben. Ausserdem sind sowohl eine Psychologin, in vereinzelten Fällen ein Psychiater, eine Fonoaudiologistin Ausspracheprobleme) und eine Therapeutin, die die Koordination zwischen Denken und Handeln der Kinder fordert, Bestandteil des zuständigen Teams.
Im Jugendheim sind drei Erzieherinnen beschäftigt.

Leben, Bildung und Aufgaben der Kinder
Zur Zeit leben im Kinderheim 25 Kinder beider Geschlechter im Alter von 4 bis 14 Jahren, während im Jugendheim 10 Jugendliche zwischen 14 und 19 Jahren untergebracht sind.
Die Gründe aus denen die Kinder aufgenommen wurden, reichen von schlechten familiären Bedingungen, wie Misshandlung, über denn Verlust eines oder beider Elternteile, bis hin zur schwierigen finanziellen Situation der Eltern.
Die Kinder gehen auf die Staatsschule, Berufsschule, Hochschule oder Sonderschule, einige besuchen auch weitere Kurse, die sie auf das Arbeitsleben vorbereiten sollen (Kochen, Schneidern, Elektriker, andere Handwerke). Ausserdem werden den Kindern und Jugendlichen auch christliche Werte vermittelt, wie samstags in der Kinderkirche, aber auch bei anderen kirchlichen Aktivitäten, an denen sie teilnehmen. Des weiteren helfen die Kinder auf verschiedene Weise im Heim mit, sei es bei der Landarbeit, im Garten, beim Melken, beim Rasen mähen usw. Andere verrichten ausserhalb des Heims verschiedene Arbeiten in der Stadt Colonia.

Die Erziehung der Kinder ist mit einer Großfamilie vergleichbar, wobei die Familie des Direktors eine vorbildliche Rolle spielt und ist ausserdem auf jedes Kind individuell ausgerichtet. Auf diese Weise wird den Kindern ein Gefühl der Geborgenheit vermittelt, das gerade für sie ganz besonders wichtig ist. Obwohl feste Regeln für das Zusammenleben bestehen, wird den Kindern ein gewisser Freiraum gewährleistet, der es ihnen ermöglicht, auch eigenständig wirken zu können.
Im Jugendheim wird insbesondere darauf geachtet, die Jugendlichen zur Unabhängigkeit und zu wachsendem Verantwortungsbewusstsein zu erziehen. Dadurch sollen sie auf das spätere Erwachenenleben so gut wie möglich vorbereitet und in ihrem Selbstbewußtsein gestärkt werden.

Unterstützer des Projekts
Die Hauptverantwortung für alle Fragen und Verpflichtungen bezüglich des Heims unterliegt dem Kirchenvorstand der evangelischen Waldenserkirche, der zweimal pro Monat im Heim tagt.
Wichtig und unbedingt notwendig für den Bestand und Fortlauf des Heimes ist die finanzielle Unterstützung, die sowohl von staatlicher Seite als auch von privaten Projekten (z.B. Esperanza Tours) dem Hogar zufliesst. Hauptsächlich handelt es sich dabei um Wohltätigkeitsprogramme aus dem In- und Ausland, aber auch die evangelische Methodistenkirche nimmt dabei einen wichtigen Platz ein, da sie für die Krankenkasse der Kinder- und Jugendlich aufkommt.


 

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