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Dorfentwicklung in Tocachi
Tocachi ist eine Gemeinde mit 1587 Einwohner. Sie liegt ungefähr 2.900 m hoch in einer Region, die zu den ärmsten im Land Ecuador zählt.
Eine Warme Mahlzeit die Woche

Für 2 € ist es uns möglich, eine Mahlzeit mit Suppe, Hauptgericht & einem Getränk zu kochen und damit alte, alleingelassene Menschen in Tocachi zu versorgen, die leider in erbärmlichen Zuständen leben.
Die Gemeinde Tocachi ist eine der 5 Gemeinden, die zum Kanton Pedro Moncayo in der Provinz Pichincha gehören. Dieser Kanton ist einer der ärmsten im ganzen Land. Im Jahre 1999 galten 77,6 % der Bevölkerung als arm, davon 40,1% als extrem arm. Inzwischen hat sich nichts gebessert.

In keinem Teil des Kantons existiert eine Altentagesstätte, in die sie gehen könnten. Somit fehlt ihnen Nahrung, die nötige Aufmerksamkeit, Pflege und soziale Einbindung in die Gesellschaft. Ohne eine produktive Aktivität können sie kein Einkommen erwirtschaften und sind somit auch nicht in der Lage, ihre Grundbedürfnisse zu befriedigen.

Im Moment besteht Betreuungsbedarf für 60 alte Menschen, von denen 28 besonders bedürftig sind, da sie keine Familien haben und sich alleine versorgen müssen. Derzeit sind in Tocachi 3 freiwillige Helferinnen, die dort leben und arbeiten. Diese haben, bedrückt von der großen Not, für die alten Menschen zusammen mit unserer Partnerorganisation Fundacion Cimas del Ecuador spontan ein Pilotprojekt ins Leben gerufen. Ziel dieses Projekts ist, während der Übergangsphase, bis eine geplante Altentagesstätte gebaut werden kann, eine Notversorgung für die alten Menschen zu schaffen. Während der zweimonatigen Testphase wird einmal die Woche eine ausgewogene Mahlzeit von den Voluntariärinnen gekocht und den alten Menschen nach Hause geliefert, da die meisten in ihrer Mobilität eingeschränkt sind. Da einige alte Menschen in abgelegenen Streusiedlungen leben, können nicht alle Mahlzeiten zu Fuß ausgeliefert werden. Hier hilft die örtliche Polizei mit und bringt das Essen auf Rädern. Die Kosten für das Benzin müssen wir übernehmen. Nach der Testphase soll die Versorgung auf mehrere Wochentage ausgedehnt werden. Dies hängt jedoch von den finanziellen Mitteln ab, die uns zur Verfügung stehen. Karin Baur, die zur Zeit das Projekt in Ecuador betreut, schreibt dazu: "Nach wie vor bin ich in Ecuador und wohne und arbeite in Tocachi. Wie bereits viele von Euch wissen ist vor allem die Not bei den alten Menschen riesengross. Mit dem Partner vor Ort (Fundacion Cimas) ist es uns gelungen dieses Pilotprojekt ins Leben zu rufen. Allerdings stehen uns nur Gelder fuer die Testphase zur Verfuegung. Wenn wir keine Unterstützung in Form von Spendengeldern bekommen, dann ist es uns nicht mehr möglich den alten Menschen zumindest einmal in der Woche eine warme Mahlzeit zu gönnen. Die Zeiten sind hart und der Euro knapp, jedoch könnt ihr Euch sicher sein,dass das Geld an gewünschter Stelle ankommt."

Kindertagesstätten und Handarbeiten

Vor mehr als 25 Jahren kam Frau Elisabeth Behringer nach Tocachi und hat dort und in den Nachbardörfern inzwischen 8 Kindertagesstätten gegründet. Über 500 Vorschul- und Schulkinder werden hier ständig betreut. Die Mütter und andere Landfrauen stellen gemeinsam schöne Handarbeiten her. Sie verbessern dadurch den Lebensunterhalt ihrer Familien und leisten einen Beitrag zu den Kindertagesstätten. Noch heute im hohen Lebensalter steuert Frau Behringer einmal in der Woche ihren Jeep zu diesen Dörfern und berät und hilft den Frauen.
Durch Verkäufe der Handarbeiten in Deutschland unterstützt Pro Vita Andina die Arbeit der Frauen. Freiwillige Helferinnen und Helfer haben für den Kinderhort einen Spielplatz gebaut. Wir haben ihnen außerdem die Starthilfe für ein Gemüseanbauprojekt mit Bewässerungssystem gegeben.


Kleinkredite und Mikrounternehmen
Viele Einwohner müssen in der 2 Autobusstunden entfernten Millionenstadt Quito Arbeit suchen, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Will man die Landflucht mit all ihren Folgeproblemen stoppen, müssen Einkommenquellen und bessere Lebensbedingungen geschaffen werden.
Ökologischer Gemüseanbau und Kleintierzucht
Ein kleines Musterprojekt für Gemüseanbau wurde neben dem Kinderhort in Tocachi begonnen, das von Müttern und ihren Kindern weitergeführt wird.
Im Jahr 2000 haben wir 31 Kleinkredite an Familien gegeben, die mit ökologischem Gemüseanbau und Kleintierzucht begonnen haben, ihre Lebensverhältnisse in Tocachi zu verbessern. Schon mit 250 Dollar kann einer Familie zur Existenzgründung geholfen werden. Auf einer Gemeindefläche beim Gesundheitszentrum wurde außerdem ein neues Musterfeld angelegt, in dem vor allem die Patenkinder arbeiten, die eine Ausbildungshilfe bekommen.
Wir unterstützen ganz bewusst eine gesunde Landwirtschaft als Alternative für eine Region, die immer mehr unter dem Eindringen von Blumenfarmen zu leiden hat. Die meisten Blumenzüchter setzen rücksichtslos hochgiftige Chemikalien ein und nehmen auf die Gesundheit der Menschen die die Umwelt (Wasser und Böden) keine Rücksicht. Unser Gesamtprojekt hingegen soll gesunde und nachhaltige Lebensgrundlagen für die Bevölkerung schaffen.
Bäckerei
Mit einem Investitionskapital von 1.500 Dollar entstand eine kleine Bäckerei und nun gibt es in Tocachi täglich frische Brötchen.


Fritieranlage
Einer Frauengruppe gelang es, mit 1000 Dollar Startkapital eine gut gehende Produktion von Kartoffel- und Bananenchips aufzubauen. Hülsenfrüchte und Erdnüsse zum Knabbern finden ebenfalls ihren Absatz.

Weiter Mikrounternehmen sollen gegründet werden
Hähnchenzucht (bereits begonnen)
Erdbeerzucht (erste Anfänge)
Marmeladenherstellung
Transportunternehmen (Kleinlastwagen) für Ein- und Verkäufe der Produkte
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Für Informationen zu unseren Sozialprojekten in Südamerikakönnen Sie uns über das Kontaktformular oder telefonisch unter:
0251/ 28919425 erreichen.