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Erlebnisreise durch Mexiko
Reiseroute: Oaxaca - Monte Alban - San Agustin Etla - Ocotlan- Sierra Norte - Pueblos Mancomunados - Yagul - Juchitan - San Cristobal de las Casas - San Juan Chamula und Zinacantan - Agua Azul - Palenque - Urwald der Lacandonen- Kajak Rio Lancaja- Bootstour Usumacinta Fluss - Yaxchilán - Calakmul - Fledermaushöhle - Laguna Bacalar - Cenote Azul - Sian Ka´an - Tulum
Reisebeschreibung
1. Tag: Anreise nach Oaxaca
Nach einer langen Anreise begrüßen wir Sie in Oaxaca Stadt. Die Stadt Oaxaca, 1521 von den Spaniern gegründet, zählt heute fast 600000 Einwohner. Sie ist sicher einer der schönsten Städte Mexikos. Hier finden sich herausragende Beispiele spanischer Kolonialarchitektur und archäologische Schätze (die Stadt Oaxaca und die Ausgrabungsstätte Monte Albán wurden von der Unesco 1986 zum Weltkulturerbe erklärt). Nachdem Sie sich in ihrem Hotel von der Anreise erholt haben werden wir zusammen einen kleinen Spaziergang durch das historische Zentrum machen und Sie werden sich sicherlich schnell von der ruhigen, entspannten Atmosphäre anstecken lassen. Wir beenden den Tag auf dem Zócalo, dem Herzstück der Stadt, hier kann man in einem der zahlreichen Cafés den oaxaquenischen Alltag an sich vorüberziehen lassen und einfach nur genießen...
2. Tag: Besichtigung von Monte Albán und San Augustin Etla
Unser Tag beginnt früh mit der Besichtigung der archäologischen Ausgrabungsstätte von Monte Albán, der ehemaligen Hauptstadt der Zapoteken. Die Anlage liegt 400m über der Stadt, auf dem Gipfel eines Berges, der eigens abgetragen wurde, um ein insgesamt 40 km² großes Areal für die heilige Stadt zu schaffen. Monte Albán wurde etwa 500 v.Chr. gegründet und war somit eine der ersten Städte auf dem amerikanischen Kontinent überhaupt. 900 n. Chr. wurde sie von ihren Bewohnern verlassen und bis heute sucht man nach einer plausiblen Erklärung. Die Zapoteken, die einztigen Bewohner der Stadt, gehören noch heute zu einer der größten Bevölkerungsgruppen Oaxacas. Ihre Traditionen, ihre Sprache und Kultur leben weiter in den umliegenden Dörfern der Zentraltäler Oaxacas, was wir bei unserem anschließenden Besuch des Dorfes San Augustin Etla bestätigen können. Hier gibt es seit 1998 eine Papierfabrik, die handgemachtes Papier aus Naturfasern herstellt. Iniziiert wurde das Projekt von Francisco Toledo, einem der bekanntesten, zeitgenössischen Maler Mexikos. Die Manufaktur wird ausschließlich von Dorfmitgliedern geführt, die uns auch während einer Führung alles Wissenswerte zur Papierherstellung beibringen werden. Der Nachmittag steht Ihnen zur freien Verfügung und Sie können nochmals auf eigene Faust die schönsten Ecken Oaxacas erkunden.
3. Tag: Besuch des Wochenmarktes in Ocotlán und Teilnahme an einem indianischen Dampfbad
Der Höhepunkt jedes Dorfes im Zentraltal von Oaxaca ist der Wochenmarkt. Hier bekommt man alles vom Truthahn (lebend natürlich), gegrillte Heuschrecken, Tonware, Gemüse, Brot... Alles was man im indigenen Alltag so braucht. Wir besuchen heute gemeinsam den Wochenmarkt in Ocotlán de Morelos - einen der buntesten und exotischsten der Umgebung. Am Spätnachmittag haben wir die Gelegenheit uns in die Geheimnisse der traditionellen, indianischen Medizin einführen zu lassen. Eines der wichtigsten Bestandteile der traditionellen Medizin ist auch heute noch der Temazcal, ein Dampfbad, dass den Körper und den Geist von negativen Energien und Krankheiten befreit. Der Temazcal ist nicht nur eine einfache Sauna, er ist vielmehr ein ritueller Vorgang indem Wasser, Feuer, Wind und die Erde helfen ein spirituelles Gleichgewicht wieder herzustellen. Nach einer allgemeinen Einführung werden wir an einem solchen Dampfbad teilnehmen. Die Berührung mit dieser uralten Tradition ist nicht nur faszinierend sondern hilft auch die komplexe Gedanken- und Glaubenswelt der Ureinwohner Mexikos besser zu verstehen und zu begreifen.
4. Tag: Wanderung in der Sierra Norte
Von den heißen und trockenen Zentraltälern geht es heute in die kühlen Höhen der Sierra Norte (2500 m - 3200 m), in die abgelegenen Bergdörfer der Pueblos Mancommunados. Die acht kleinen Dörfer arbeiten seit einiger Zeit im Rahmen eines beispielhaften ecotouristischen Projekt zusammen und organisieren Wanderungen von Dorf zu Dorf. Man befindet sich hier wirklich in einer anderen Welt... Pinien-Eichenwälder bestimmen das Landschaftsbild und würde man nicht immer wieder über einen Kaktus stolpern, so könnte man meinen man sei in der Schweiz. Der Ausgangspunkt unserer zweitägigen Wanderung wird Llano Grande sein, ein kleines Dorf auf 3200 m. Von hier laufen wir durch den Wolkenwald zu verschiedenen Aussichtspunkten und einer rituellen Opferstelle der Zapoteken. Unsere Wanderzeit beträgt ca. 5 Stunden. Die biologische Vielfalt der Sierra Norte ist atemberaubend, wir werden an nur einem Tag verschiedene Vegetationstypen durchlaufen und es bieten sich immer wieder herrliche Aussichten auf die Zentraltäler Oaxacas und an klaren Tagen sehen wir sogar den Pico de Orizaba (höchster Vulkan Mexikos 5700m). Die Nacht verbringen wir in einem der gemütlichen Gaestehäuser der Dörfer.
5. Tag: Wanderung in der Sierra Norte
Nach dem Frühstück geht es von Llano Grande weiter nach Cuajimoloyas, dem größten Dorf der Pueblos Mancomunados. Zu prehispanischen Zeiten war das ganze Land durch verschiedene Handespfade miteinander verbunden. Einer dieser Pfade führte von der Golfküste über das Zentraltal Oaxacas bis an die Pazifikküste. Teile dieser Pfade sind bis heute erhalten. Auf unserem Weg von Llano Grande nach Cuajimoloyas wandern wir auf besagtem Pfad in Vergangenheit und Gegenwart. Der Weg führt durch eine Schlucht, der Cueva de la Iglesia. Hier sollen immer noch Schätze aus der Revolution und das Beutegut vieler Banditen versteckt sein. Die Wanderzeit beträgt heute ca. 5 Stunden. Wir übernachten in Cuajimoloyas.
6. Tag: Besuch des Weberdorfes Santa Ana del Valle, Weiterfahrt nach Juchitan - Stadt der Frauen
Nach einem deftigen Bergfrühstück müssen wir leider Abschied nehmen von der schönen Bergwelt Oaxacas... Zurück führt unsere Reise auf den berühmten Panamerican Highway. Doch bevor die Fahrt weitergeht in die Welt der starken Frauen zum Isthmus von Tehuantepec besuchen wir das Weberdorf Santa Anna del Valle. Die Familie Aquino wird uns in die Geheimnisse der Teppichweberei einführen. Weiter geht es in den Istmus de Tehuantepec, hier liegen Golf- und Pazifikküste nur 200 km voneinander entfernt. Die Bewohner dieser Gegend leben in einer matriachalisch geprägten Gesellschaft und die Frauen von Juchitán sind berühmt für ihren Stolz, ihre Würde und ihren Geschäftssinn. Sie tragen bunte, mit großen Blumen bestickte Röcke und Blusen, die ihre Standfestigkeit noch unterstreichen. Die Männer arbeiten meist auf den Feldern oder im Fischfang, der Handel jedoch ist die Domäne der Frauen und sie verdienen somit den Lebensunterhalt der Familie. Die Auswirkung dieser Lebensweise zeigt erstaunliche Ergebnisse: Die Ernaehrungslage ist laut UNICEF im Schnitt besser als in der USA. Das Durchschnittsgewicht von Säuglingen liegt mindestens um ein halbes Kilogramm höher als im übrigen Mexiko und Juchitán hat die niedrigste Kindersterblichkeit und die höchste Lebenserwartung im ganzen Land. Der Rest des Tages steht zur freien Verfügung um in Ruhe über die Märkte zu schlendern, die ein Fest für Auge und Gaumen sind. Die Fahrzeit vom Zentraltals Oaxacas nach Juchitan beträgt ca. 4 Std.
7. Tag: Weiterfahrt nach San Cristóbal de las Casas
Heute steht uns ein anstrengender Tag bevor und eine unserer längsten Tagesetappen, die Fahrt von Juchitán nach San Cristóbal de las Casas (Fahrzeit ca. 6 Std.). Wir verlassen den Bundesstaat Oaxaca und kommen nach Chiapas, in das Land der Mayas. In Chiapa de Corzo (ca. nach 4 Std. Fahrzeit) werden wir eine kleine Pause einlegen, bevor es auf einer Haarnadelkurvenstrasse stetig bergauf geht, durch die Wolken, hinauf in das Hochland von Chiapas. San Cristóbal liegt auf 2.100 m und ist von unwiderstehlichem Reiz. Niedrige Häuschen schmiegen sich eng aneinander, als wollten sie sich vor Eindringlingen schützen. Und in der Tat ist der Ort eine Art koloniale Enklave inmitten einer oft feindlich gesinnten indigenen Umgebung: der Angriff von Zapatisten im Januar 1994 war die letzte einer ganzen Reihe von Attacken. Das Stadtbild wird geprägt von den Tzotzil und Tzeltal, den Nachkommen der Mayas, die in der Stadt eifrig Handel betreiben und vor allem Kunsthandwerk verkaufen. Am frühen Abend besuchen wir das Museum von Sergio Castro, einem Agraringenieur, der vor mehr als 20 Jahren in Chiapas hängenblieb um hier mit etlichen Dorfgemeinden zusammenzuarbeiten. Er baute mehr als 20 Schulen, initiierte Agrar- und Gesundheitsprojekte. Eine seiner wichtigsten Aufgaben besteht in der Behandlung von Verbrennungen. Da die meisten Familien in den Dörfern über dem offenen Feuer kochen, kommt es immer wieder zu schrecklichen Unfällen, vor allem bei Kindern (Verbandsmaterial, Brandsalben und leichte Antibiotika sind eine willkommene Hilfe). Sergio wird uns eine erste Einführung in die komplexe Welt der Mayas geben und über seine Arbeit berichten.
8. Tag: Besuch der Indianergemeinden San Juan Chamula und Zinacantán
Am frühen Vormittag besuchen wir das Kulturzentrum Na Bolom, in dem wir einiges über die Arbeit der schweizer Fotografin und Journalistin Gertrude Duby-Blom und ihrem Mann dem Anthropologen Franz Blom erfahren werden. Wir frühstücken an der langen Tafel des Speisesaals bevor wir in zwei der umliegenden Indianergemeinden aufbrechen. Wer hier die Idylle eines mit der Natur im Einklang lebenden Volkes sucht wird wohl bitter enttäuscht werden. Nirgends sonst wird der Konflikt der Indios deutlicher, ein Volk zwischen Moderne und Tradition, zwischen prehispanischem Glauben und Katholizismus. Unser erstes Ziel ist die Gemeinde San Juan Chamula. Die Leute hier haben den Spaniern lange Widerstand geleistet und immer wieder gegen unwürdige Behandlung rebelliert. Abweisend Fremden gegenüber sind sie heute noch, und auch ihr Dorf ist wenig einladend. Mit der von den Vorfahren ererbten Gläubigkeit verehren sie ihren Patron, Johannes den Täufer, als Gott - vor Jesus. Das Schaf, das dem Heiligen heilig war, essen sie nicht, nur seine Wolle verwenden sie zur Herstellung ihrer Trachten. Der Besuch ihrer Kirche ist ein einmaliges Erlebnis, nirgends sonst wird die Vermischung aus prehispanischem Glauben und Katholizismus deutlicher. Zinacantán, das zweite Dorf ist etwas aufgeschlossener. Die Tracht gehört hier noch zum Alltag. Weben und Sticken sind Lebensinhalt der Frauen, und ein Mädchen ist erst heiratsfähig, wenn es die Alltagskleidung für eine Familie herstellen kann. Auch hier besuchen wir die Kirche und sind zu Gast bei einer Familie, die Webarbeit herstellt. Sie sollten sich heute extrem zurückhalten was das Fotografieren betrifft, ein Foto in der Kirche von San Juan Chamula kann einen leicht ins Gefängnis bringen. Der Nachmittag steht zur freien Verfügung, um das Städtchen San Cristóbal zu erkunden. Es gibt hier etliche interessante Kooperativen, die es sich lohnt anzuschauen, so zum Beispiel das Museum für traditionelle Mayamedizin oder das Kaffeemuseum. Sie werden von uns mit einem Stadtplan und einer Liste der interessantesten Projekte ausgestattet, so dass Ihnen die Wahl ein wenig leichter fällt.
9. Tag: Beginn unserer Dschungelexpedition
Heute beginnen wir den wohl aufregendsten Teil unserer Reise - unsere kleine Expedition in den Regenwald der Lacandonen… Von San Cristóbal aus geht unsere Reise Richtung Comitán und den Lagos de Montebello – unser Eingangstor in den Regenwald. Langsam verändert sich die Vegetation. Auf unserem Weg besuchen wir die kleine Ruinenanlage von Tenam Puente und machen mehrere Stopps an den Lagos de Montebello, die wie grünschimmernde Juwelen in einer immer tropisch werdenderen Waldlandschaft liegen. Nach einem Picknick am Ufer des Flusses Lacantún machen wir uns bereit für unsere Kajak-Tour. Zwei Stunden geht es paddelnd vorbei an den Anfängen des Naturschutzgebietes von Monte Azules, immer wieder lassen sich Papageien und Affen sehen, die neugierig unsere Kajaks beäugen. Mitten im Dschungel wartet dann unser Zeltlager auf uns – dort gibt es ein leckeres Abendessen bei Kerzenlicht und Dschungelgeräuschen. Wir es sich für “echte” Expediotionsmitglieder gehört übernachten wir eine Nacht im Zelt.
10. Tag: Kajaktour und Dschungelwanderung
Am Morgen, nach dem Frühstück, steigen wir wieder in unsere Kajaks. Weiter geht es auf unserer Flusstour durch das Naturschutsgebiet Monte Azules. Wir widmen diesen Tag dem Regenwald. Die Ureinwohner dieser Region sind die Lacandonen, sie gelten als die Ur-Mayas schlechthin. Sie wurden niemals mit Waffen erobert, weder von den Azteken noch von den Spaniern. Lange Zeit erhielt ihnen das ihre traditionelle Lebensweise. Heute gibt es nur noch ca. 600 Lacandonen, die zurückgezogen im Regenwald zwischen den Flüssen Usumacinta und Jatate leben. Aber nur noch wenig von ihnen leben traditionell. US-Evangelisten, Parabolantennen und der Kahlschlag des Regenwaldes haben das Leben der Lacandonen unumkehrbar verändert. So wie die Welt der Lacandonen zu Ende gehen wird, so ist auch das Verschwinden ihres Lebensraums, der nach ihnen benannten Selva Lacandona, vorgezeichnet... Über 70% dieses einst 13.000 qkm grßsen Urwaldgebiet ist vernichtet. Geht der Trend so weiter, wird der primäre Regenwald von Chiapas in weniger als 50 Jahren komplett verschwunden sein. Ökotourismus und die Gründung des Naturschutzgebietes von Montes Azules versuchen dem Waldsterben mit Streichholz, Axt und Kettensäge Einhalt zu gebieten. Die von uns besuchten Projekte sind Bestandteil dieses Schutzgebietes. Bei unserer Kajak-Tour und auf einer Dschungelwanderung zu einer noch nicht “entdeckten” versunkenen Mayastadt erfahren wir Einzelheiten über die noch existierende artenreiche Flora und Fauna dieses einzigartigen Ökosystem. Die Nacht verbringen wir in Lacanja, ein von den Lacandonen geführtes Dschungelcamp. Ein wahres Paradies – nicht nur für Tiere…..
11. Tag: Bootstour auf dem Usamacinta-Fluss und Besichtigung von Yaxchilán
Haben Sie noch genug Mückenschutzmittel und Trinkwasser dabei? Dann kommen Sie bitte an Bord (diesmal ganz entspannt, aufs Motorboot). Schon immer spielten Flüsse kulturhistorisch eine wichtige Rolle. Verbindende Schlagader in der Welt der Maya war der Río Usumacinta, der wasserreichste Fluss Mittelamerikas. Die Ausgrabung Yaxchilan ist nur über den Fluss zu erreichen, nach 40-minutiger Bootsfahrt taucht die versunkene Stadt wie eine Halluzination in Mitten des Regenwalds auf. Wir tauchen ein in die Vergangenheit der Mayas .... Nach unserer Besichtigung geht unsere Fahrt weiter, nun endlich zu den Lacandonen. Unser Ziel ist Lacanja, ein kleines Lacandonen-Dorf. Ein entspanntes Bad in einer Quelle mit glasklarem Wasser läßt uns die Anstrengungen des Tages vergessen. Wir übernachten nochmals im Herzen des Dschungels. Unsere Cabañas liegen am Ufer des Flusses Lacanja.
12. Tag: Bonampak und Weiterfahrt nach Palenque
Unser Tag beginnt mit der Besichtigung von Bonampak. Die unglaublichen Wandmalereien von Bonampak - die künstlerisch schönsten Mesoamerikas - ist eine Bilddokumentation von unschätzbarem Wert. Die Anlage ist relativ klein und wird von den Lacandonen verwaltet, die hier auch überall ihr Kunsthandwerk verkaufen. Danach geht es wieder zurück in die Welt der “normalen” Touristen, zurück in die Zivilisation nach Palenque. Wir verbringen die Nacht im Naturschutzgebiet von Palenque auf einer Kautschukplantage. Hier essen wir erstmal zu Mittag und quatieren uns ein bevor wir uns aufmachen zur Ruinenstadt. Palenque gilt als der Inbegriff einer im Urwald versunkenen Maya-Stadt (wahrscheinlich wird uns das nun gar nicht mehr so vorkommen nachdem was wir in den letzten Tagen gesehen haben...). An drei Seiten umgeben von dichtem Regenwald, befinden sich die Ruinen genau dort, wo die Berglandschaft Chiapas in die weite Ebene der Halbinsel Yucatán übergeht. Auf den Spuren von John Lloyd Stephens und Catherwood, zwei englischen Abenteuren die im 19. Jhr. Palenque “entdeckten” nähern wir uns der freigelegten Ausgrabungsstätte über eine kleine Dschungelwanderung. Nur 2% der Stadt Palenque wurden restauriert und freigelegt, mehr als 2500 Gebäude liegen vom Urwald überwuchert im Dornröschenschlaf. Die Maya-Stadt Palenque existierte während der so genannten klassischen Periode von ungefähr 300 - 900 n. Chr. Wie nahezu alle Städte der Klassik wurde sie um 900 n. Chr. verlassen, das Warum? liegt auch hier im Dunkeln. Die meisten Touristen besuchen Palenque am frühen Morgen, wir haben das Privileg hier den Spätnachmittag verbringen zu können und eine der meist besuchen Ruinenanlagen Mexikos in Ruhe zu genießen.
Tag 13: Transfer nach Calakmul und Besuch der Fledermaushöhle
Wir verlassen heute den Bundesstaat Chiapas und unsere Reise führt uns auf die Halbinsel Yucatán. Weit weg vom Hochland beginnt jetzt ein Mexiko anderer Art. Die dünn besiedelte Halbinsel ragt wie ein grüner Daumen in die karibische See hinein, eine riesige Kalk- und Karsttafel, flach wie eine Tortilla. Wir bewegen uns Richtung Calakmul auf der noch wenig touristisch erschlossenen Seite Yucatans. Die Ausgrabung von Calakmul und das dazu gehörige Naturschutzgebiet wurden vor drei Jahren von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Aber noch finden wenige Touristen ihren Weg in dieses schwer zugängliche Gebiet. Wir essen zu Mittag auf dem Campamento von Leticia und Fernando. Die beiden gründeten schon vor Jahren ein sehr engagiertes Tourismusprojekt mit den umliegenden Gemeinden von Calakmul. Das Naturschutzgebiet ist ihr zu Hause.
Tag 14: Die Ausgrabungsstätte von Calakmul und Weiterfahrt zur Laguna Bacalar
Noch mal steht Kultur auf dem Programm, aber diesmal auf eine besondere Art. Wir besuchen die Ausgrabungsstätte von Calakmul, die erst seit kurzem zugänglich ist. Ihre Lage inmitten des Dschungels sowie die riesige Ausdehnung machen diese Stadt aus der klassischen Maya-Periode unwiderstehlich. Mit einer Breite von rund 70 km handelt es sich wahrscheinlich um die grösste archäologische Ausgrabungsstätte Mesoamerikas. Allein der Zentralteil umfasst 7000 Gebäude und mehr Stelen und Pyramiden als jede andere Maya Stadt. Die große Pyramide von Calakmul ist das größte bekannt gewordene Mayabauwerk überhaupt, errichtet auf einer 2 ha umfassenden Plattform. Die sagenhafte Aussicht von dort über den Regenwald wird nur noch von Tikal übertroffen. Vor allem wenn man früh herkommt , sieht man auch Tiere - Bisamschweine, Tukane, Klammeraffen und sogar Jaguare... Etwas ganz besonderes also, und das ganz für sie alleine, denn die Ruinen dieser Gegend werden bisher nur selten von Fremden besucht. Übernachten werden wir an der Laguna Bacalar, dem zweitgrößten See Mexikos.
Tag 15: Transfer nach Tulum und Besuch des Cenotes Azul
Nach einem späten Frühstück und einem ausgiebigen Bad in der Lagune der sieben Farben geht unsere Reise weiter zu unserem letzten Zielort - nach Tulum. Wir machen einen Halt an einem der zahlreichen Cenotes. Für die Mayas waren sie heilig - Eingangstore zur Unterwelt und Trinkwasserversorgung. Sie entstehen durch unterirdische Wasserströme, die den Kalkstein so weit aushöhlen, das die Erde über ihnen einbricht - kleine, kristallklare Seen, die wie Türkise auf der Oberfläche Yucatans schwimmen. Den Nachmittag können Sie am Strand von Tulum genießen. Denn ja…! Es gibt sie noch…. die einsamen Strände an der Karbikküste Mexikos, an denen man unter Palmen die Seele baumeln lassen kann. Wie durch ein Wunder wurden die Strände um Tulum vom Bauboom Cancuns verschont. Unsere kleine Hotelanlage liegt nur 7 km von der berühmten Ausgrabungsstätte Tulums entfernt, verbunden durch einen fast menschenleeren Strand. Und so können Sie den Nachmittag auf verschiedene Weise verbringen… Strandspaziergang und Besichtigung von Tulum oder einfach Liegestuhl oder Hängematte mit Blick auf das türkisfarbene Wasser der Karibik… Am heutigen Tag verabschiedet sich Ihre Reiseleitung von Ihnen. Nachdem Sie die letzten zwei Wochen Mexiko aus den Augen Ihres Guides kennen gelernt haben wird Ihnen der Abschied sicher nicht leicht fallen...
Tag 16: Optionaler Bootsausflug in das Naturschutzgebiet von Sian Kaan
Haben Sie Lust auf einen letzten Ausflug, dann erwartet Sie sicherlich ein weiterer Höhepunkt... Die Bootstour in das Biospährenreservat Sian Ka‘an, dem Geschenk des Himmels. Sian Ka‘an ist das bedeutendste Naturschutzgebiet an der Karibikküste Mexikos, 1987 wurde das Reservat von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. 5000 Quadratkilometer große, weglose Wildnis - Mangroven, Schilfgebiete, Lagunen und Seen. Heimat von hunderten von Vögeln, Seeschildkröten, Seekühen usw. Dieser Ausflug ist optional und somit nicht im Reisepreis inkludiert. Bei Interesse wenden Sie sich bitte bei Ankunft in Tulum an Ihre Reiseleitung. Sie wird Ihnen bei der Organisation des Ausfluges behilflich sein. Übernachtung in Tulum.
Tag 17: Strandtag in Tulum
Ein weiterer Tag zur freien Verfügung in Tulum. Genießen Sie nochmals den Strand oder machen Sie einen Fahrradausflug zu den Ruinen Tulums. Die Anlage ist eher klein und beeindruckt nicht mit gewaltigen Bauten oder Pyramiden, einmalig ist allerdings die Lage über dem türkisfarbenen Meer der Karibik. Übernachtung in Tulum.
Tag 18: Rückflug nach Deutschland. Adiós Mexico!
Unsere erlebnisreiche Begegnungs- und Kulturreise durch Mexiko nähert sich dem Ende. Ein Transfer bringt Sie zum Flughafen Cancun.
Für Verlängerungsangebote in Mexiko können Sie über unser Kontaktformular oder telefonisch unter +49 (0) 251/ 28919425 kontaktieren. Als Reiseunternehmen für Mexiko haben wir die Möglichkeit Ihnen hier fast jeden Wunsch zu erfüllen.
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